Die Zukunft von Deutschland

Wenn man sich das Chaos im Euroland momentan anschaut, dann kann einem schon schwindlig werden. Der Euro stürzt von einem Jahrestief zum Nächsten. Unsere Kanzlerin stellt uns auf einen harten Sparkurs ein. Wir müssten für unseren Wohlstand kämpfen. Das soll die Spekulanten beruhigen, damit nicht auch Portugal dem Beispiel von Griechenland folgt. Dazu wurde zunächst ein Rettungspaket für Griechenland geschürt, aus dem dann ein allgemeines Euro-Rettungspaket wurde.
Aber werden wirklich mit dem Sparkurs die echten Probleme Deutschlands gelöst? Ich glaube nicht. Wir Deutsche müssen uns dem demografischen Wandel und dem damit verbundenen Fachkräftemangel stellen. Wir sind ein Einwanderungsland, ob es einem nun gefällt oder nicht. Es ist so. Also müssen wir an der Integration von Ausländern weiter arbeiten und nicht ständig fragen, ob die Ausländer in ihrem Heimatland die gleichen Freiheiten genießen. Nein tun sie nicht, sonst wären sie nicht hier.
Das Gleiche gilt für die Förderung der Forschung. Wir Deutsche fragen immer ob sich die Förderung der Forschung lohnt. Versteht mich nicht falsch, die Frage ob es sinnvoll ist, ist wichtig. Aber deswegen muss man nicht alles bis ins letzte Detail geklärt werden. Manchmal gehört halt auch ein bisschen Risiko dazu.  Schließlich führt die Grundlagenforschung nicht immer gleich zu einem direkt zu zuordneten Resultat. Wäre irgendwer denn je nach Amerika gefahren wenn er nicht weiß ob es sich lohnt? Die Forschungs und Abenteuerlust bringt uns nach vorn und keine TCO Analysen. Manchmal muss man Sachen probieren um zu wissen ob es gut ist oder nicht und merkt es erst hinterher.
Wir sollten einfach mehr machen, anstatt darüber ewig zu diskutieren.

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2 Antworten

  1. Rolf F. sagt:

    Gerade Deutschland profitiert massiv durch deren Exporte von einem schwachen Währungspaar wie beispielsweise den EUR/USD. Das die Spekulanten beruhigt werden sollen ist absoluter Blödsinn. Spekulanten zeigen erst durch deren Verhalten auf, was schon seit Jahrzehnten in der BRD und anderen EU-Ländern falsch läuft, nämlich das nur soviel Ausgaben getätigt werden sollten wie an Einnahmen erzielt werden. So etwas beherrscht selbst eine schwäbische Hausfrau doch perfekt. 😉

    Wer von Wirtschaft keine Ahnung hat sollte es mit solchen Posting besser sein lassen und ein VWL-Studium besuchen.

    • Martin sagt:

      Das stimmt schon, dass wir generell ein Problem haben mit dem Staatshaushalt. Ich sehe das Problem auch nicht in den Spekulanten, ich finde es nur bedenklich, dass diese an der Börse soviel Gehör finden, obwohl die Probleme schon viel länger bestehen.
      Klar freut es Deutschland, wenn der Euro einen „schlechten“ Kurs hat.

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