Fazit der 1. Hälfte meines USA-Trips

Der USA-Urlaub von meiner Freundin und mir war schon lange geplant. Sollte es ja auch, wenn man über 4 Wochen weg ist. Am 4.3. sollte es also losgehen. Ich musste noch bis 3.3 mittags arbeiten, wobei sich das wie immer etwas in die Länge zog. Abends kommen noch meine Schwester und ihr Freund zu Besuch vorbei. Die beiden wollten zusammen bis Sonntag Berlin erkunden und da ich eh 4 Wochen nicht in Berlin bin, haben die Beiden meine Wohnung in der Zeit genutzt und uns freundlicherweise auch an den Flughafen Berlin-Tegel gefahren. Das war echt praktisch mit dem Gepäck. Von Tegel ging es erstmal nach Frankfurt und von dort ging es zum JFK-Airport in New York. Dann haben meine Freundin Su und ich den Mietwagen abgeholt und uns nach Washington aufgemacht.

Zumindest theoretisch: Dummerweise hatte ich vergessen die amerikanischen Karte auf das Navi zu laden und so sind wir zwei Stunden lang durch New York und Umgebung geirrt und haben natürlich obendrein auch noch Maut zahlen müssen, als wir über die Brooklyn Bridge fahren wollten. Blöd nur, dass wir noch keine US-Dollar hatten. Also gab es erstmal einen Strafzettel. So kamen zu den $ 11 Maut noch $ 2 Strafe. Was für ein Einstand.

Nachdem wir dann endlich dank der Hilfe eines freundlichen New Yorker Ladenbesitzers gefunden haben, sind wir dann auch mal aus New York raus gekommen. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal ein paar US-Dollar abgehoben. Es kamen ja noch einige Mautstraßen.

Nach der etwas diffusen Fahrt raus aus New York in Richtung Washington ging es dann erstmal auf halber Strecke in ein Motel. Der nächste Morgen begann dann schonmal mit einem echten amerikanischen Frühstück:

1. Bagel mit Cream Cheese

Genau: Bagels mit Creme Cheese bei Dunkin Donuts. Dann wurde noch schnell das Navi-Problem gelöst. Nach ca. einer Stunde ging die Fahrt dann endlich weiter nach Washington. Natürlich mit genügend Bargeld für die Maut …

1. Stopp: Washington, D.C.

Am 5.3 sind wir dann nachmittags auch endlich in unserem Hotel nördlich von Washington angekommen. Nach dem CheckInn haben wir dann mit dem Auto erstmal die Stadt erkundet und bei den Parkgebühren festgestellt, dass ich doch nicht jeder Webseite blindlinks trauen sollte: Ohne Auto ist man auch in Washington besser aufgehoben, wenn man die Stadt erkunden will.

Gesagt getan: Also ging es am nächsten Tag per U-Bahn ins Smithsonian Museum. Da war u.a. das American Art Museum und das Air and Space Museum dabei. Es ist schon erstaunlich, dass man in diesen Museen keinen Eintritt zahlen muss. Am Sonntag haben wir dann noch das Pflichtprogram, wie das Weiße Haus und Lincoln Memorial absolviert:

no images were found

Auch hatten wir echt ein Riesenglück mit dem Wetter. Die Sonne schien und es war schönes Frühlingswetter. Alles sehr angenehm, um in Parks rumzulaufen und sich die Stadt anzusehen 😉

ich finde es auch sehr erstaunlich, wie ordentlich und sauber Washington D.C. ist.  Am 8.3 haben wir uns dann auf den Weg nach New York gemacht. Diesmal haben wir die Mautstraßen gemieden 😉

2. Stopp: New York

Der 2. Stopp der USA-Reise war dann New York. Zuerst sind meine Freundin und ich ins Woodburry Outlet im Norden von New York gefahren. Dann sind wir mit dem Mietwagen an demselben Abend noch zu unserem Hostel gefahren. Wir haben sogar direkt einen Parkplatz vor der Tür gefunden und uns über die späte Straßenreinigung gefreut. In New York wird die Straße täglich gereinigt und dazu parken alle New Yorker jeden Tag ihre Autos um.

Als wir dann am nächsten Tag (09.03.2010) dann mit dem Auto losfahren wollten, war es nicht mehr da. Es war abgeschleppt worden. Was für ein Mist. Wir waren also total fertig, weil wir keine Ahnung hatten, was man machen muss, um sein Auto wieder zubekommen. Ich wusste, dass ja bis ich in Berlin mal abgeschleppt wurde auch nicht. Also haben wir einen Passanten gefragt, der hat uns erklärt, dass man in New York keinen Hydranten zuparken darf. Das gilt übrigens nur in New York, in keiner anderen Stadt in den USA. Der Passant sagt uns dann, dass wir die 911 anrufen sollen, die sagen dann was wir machen sollen. Nun gut, die 911 verwies uns an die 311, die uns dann aber sagen konnte wo das Auto hingebracht wurde. Gut, wir uns also schnell in die U-Bahn gesetzt und 4 Stunden und ca $ 450 ärmer hatten wir dann das Auto wieder. Voller Wut haben wir dann unseren Mietwagen erstmal zurückgegeben. Das war ein Einstand für New York …

Wir haben dann noch etwas die Stadt erkundet und sind dann zur Entspannung im Central Park Joggen gewesen. Den Rest der Woche haben wir uns dann durch die New Yorker Sehenswürdigkeiten gekämpft .Außerdem haben wir für meine Freundin eine Digitalkamera gekauft und für meine Kamera eine Ladegerät. Den die Elektronik war wg. des Dollars relativ günstig. Ansonsten haben wir uns viele Museen angeschaut, u.a. das Museum of Modern Art und das Guggenheim. Beim Guggenheim gab es sogar ein paar Aktionskünstler zu sehen:

Die Stadt hat generell sehr viele Gesichter. In dieser Hinsicht folgt Berlin wirklich dem amerikanischen Verständnis einer Großstadt. Jeder Bezirk hat ein eigenes Flair und die Unterschiede sind sehr krass. Vergleicht man Brooklyn oder Harlem mit Lower Manhatten wird das bessonders stark deutlich. Aber dennoch spürt man irgendwie Zusammenhalt: Wenn eine Afroamerikaner auf einmal anfängt zu singen und zu tanzen, fängt auch der Borsianer an zu klatschen und alle lachen. Das gefällt mir echt gut.

Neben den unzähligen Starbucks an jeder Ecke ist man in New York eines relativ schnell gewöhnt: Alles kostet extra. Die Mentalität für alles bezahlen zu müssen, nimmt man sich schnell an. Besonders krass fand ich die Lebensmittel in New York. Erst nach 5 Tagen haben meine Freundin und ich die günstigen Supermärkte gefunden, aber ich glaube da gibt es noch mehr Tricks. Vielleicht kaufen die New Yorker auch einfach einmal im Monat oder Woche in einem Wochenmarkt außerhalb des Zentrums ein. Der billigste trinkbare Kaffee ist in  Manhattan schließlich der Kaffee der Woche bei Starbucks für $ 1.50. Außerdem kann ich glaube ich bald Bagels nicht mehr sehen …

Ansonsten sieht man in New York nur wenige Bettler, Betrunkene oder Raucher. Auch hätte ich mir die Stadt hektischer vorgestellt. So hektisch sind die New Yorker gar nicht. Aber das mit dem Alkohol erklärt sich auch vom Preis her. Das merkt man auch wenn man Abends mal weggeht…

An dieser Stelle auch eine kleine Bilderauswahl zu unserer Woche in New York:

no images were found

Eines muss man aber jetzt schon sagen: Die New Yorker sind super hilfsbereit. Sobald Sie mitkriegen, dass du Tourist bist, sprechen Sie langsamer und deutlicher. Das ist schon krass.  Auf der anderen Seite ist New York teilweise eine Baustelle. Alles wirkt, gerade bei der U-Bahn sehr provisorisch. Aber das scheint bei den Amerikanern so zu sein. Außerdem fällt schon beim Vergleich zwischen Washington und New York auf, wie verschieden die Regionen sind: Das fängt beim Trinkgeld an und hört bei Mautregularien auf. Wenn man sich da vorher nicht genau informiert, fällt man ziemlich schnell auf die Schnauze.

Eigentlich hatten wir ja echt Glück mit dem Wetter, aber die letzten beiden Tage war das Wetter echt schlecht. Am Freitag (13.3.) gab es dann zur Krönung ein echtes Regenunwetter. Wenn man das nicht mit erlebt hat, glaubt man das nicht:

3. Station: Florida

Ich bin dann am 14.03. vom JFK Airport nach Tampa in Florida geflogen und hab meinen Mietwagen abgeholt. Der Mazda 3 ist der amerikanische Kleinwagen 😉

Ein typischer amerikanischer Kleinwagen

Das Wetter in Florida, war mit 20°C ein krasser Unterschied zu dem Regenwetter in New York:

Es fing mit 20°C in Tampa, Florida an und ging bis zum Mittwoch (17.3.) auf 22°C in Clearwater Beach. Der Name ist übrigens auch Programm, wie man auf den Bilder gut erkennen kann:

no images were found

Nur Mittwoch abend ließ mich das Wetter mit dem Regen im Stich, aber dafür konnte ich dann diesen kleinen Bericht schreiben und die Bilder und Videos hochladen.

Auch kulinarisch hat Florida einiges zu bieten. Meine besten PanCakes bisher hatte ich in einem kleinen Cafe. Besonders empfehlen was Preis/Leistung angeht kann ich das Beach House in Bradenton Beach. Also das Gambo war echt spitze. Ist alles richtig frisch und das Essen schmeckt noch besser beim direkten Blick auf den Strand 😉

Für das Tiefseeangeln war mir das Wasser irgendwie noch zu kalt. Ich war zwar im Wasser, aber das hatte nur so 13°C und da warte ich doch noch Kalifornieren zum Baden ab.

Auf der Negativ-Seite steht die Freizeitgestaltung: Tagsüber kann man am Strand faulenzen oder mit Jugendlichen auch Volleyball spielen. Aber abends ist in Florida nicht viel los. Da merkt man leider, dass Florida tendenziell eher Rentner als Zielpublikum hat, außer man geht an die Atlantikküste.

4. Station: Daytona Beach

In Daytona kann man sich zum SpringBreak schon richtig austoben. Aber der Strand ist schon genial:

Ich musste zwar sehr früh losfahre, um noch etwas von Daytona zu haben, aber das hat sich gelohnt:

no images were found

Ansonsten ist die Golfküste eher zum Entspannen gut. Auf jeden Fall geht es bei der nächsten USA-Reise nach Key West.

Fazit

Nun um ein kleines Fazit nachder 1. Hälfte meines USA-Trips komme ich nicht herum:

Also so wie wir denken sind die Amis nicht. Sie sind weit offener und relaxter als wir Europäer. Auch das Klischee mit der Autonation stimmt nicht mehr so ganz. Der Mythos schwindet. So fahren mehr Hybrid-Fahrzeuge in New York und Florida, als ich in ganz Deutschland je gesehen habe. Auch wenn man viele der typischen US-Trucks noch sieht, so sieht man auch, dass diese wie sauer Bier zum Verkauf angeboten werden und auch viele Kleinwagen rumfahren. Außerdem setzt sich auch der Öffentliche Nahverkehr nach und nach durch, zumal der Sprit in den USA auch nicht mehr so billig ist. Berücksichtigt man Verbrauch und Preis kommt man ca. auf die Hälfte pro Kilometer wie in Deutschland. Mein Mazda 3 mit Automatik war z.B. bei einem Verbrauch zwischen 7 und 8 Litern auf 100 Kilometern.

Dafür muss man in den USA aber auch einfach größere Strecken zurücklegen. Ich werde glaube ich in Deutschland nicht mehr soviel über Staus fluchen, denn gegen das Fahren in Amerika ist Autofahren in Deutschland ein Erlebnis 😀 Ansonsten würde ich beim nächsten mal über den ADAC bei Hertz mieten, weil Dollar Rental doch nicht so das Wahre ist. Und nach New York will ich definitiv nochmal. Die Stadt hat mich einfach in ihren Bann gezogen. Washington hat da eher den Charakter einer Vorstadt 😉

Besonders beeindruckt hat mich die Freundlichkeit und Gelassenheit der New Yorker. Außerdem habe ich noch eine Lektion in den USA gelernt: Jammern und Blödstellen hilft. Dann bekommst du Rabatte und kannst das ein oder andere Knöllchen und Dollar dir sparen.

Kleiner Tipp noch zum Thema Bargeld: Bei der Chase Bank zahlt man keine Gebühren beim Abheben per Kreditkarte…

Was  mich sehr überrascht hat, wie improvisiert die USA an einigen Stellen doch wirkt. Schaut man sich normale U-Bahn Stationen z.B. an: Dann errinnert es irgendwie an eine alte Goldgräberstadt. Überall sind Bauabsperrungen, es hängen Kabel herunter und alles ist nur provisorisch gebaut. Das hatte ich so nicht erwartet, aber das kann auch einfach die typische deutsche Erwartungshaltung an der Stelle sein.

Als Tipps für die Ostküste würde ich New York, Clearwater Beach und Daytona Beach nennen. Ich bin jetzt aber auf die Westküste gespannt. Ich sitze jetzt im Momant am Flughafen in Jacksonville. Meine aktuelle Reiseplanung sieht wie folgt aus:

Alle Bilder sind auch in der Galerie zu finden. Außerdem sind ein paar der Bilder auch auf Facebook.  Alle Videos sind auch auf YouTube zu finden.

Kleines Update: Meine Schnitt bei Büchern ist auch nicht schlecht. Hab schon das zweite Buch angefangen, mal sehen wie mein Stand ist, wenn es zurück nach Deutschland geht 😉

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. 1. Mai 2010

    […] in meinem ersten Beitrag zur Ostküste angekündigt, ging es von Flughafen Jacksonville in Florida dann nach Phoenix, mit […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.